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Preistendenz 02.08.2019

Börsen schwächer nach Trump-Tweet- Preise etwas tiefer  –

Ölpreisentwicklung hängt von Öl-Nachfrage in den nächsten Wochen und der geopolitischen Entwicklung (Iran/Libyen/USA/China) ab –

Aktueller Tagespreis 2000l, 02.08.2019:

2000l Standard-Heizöl schwefelarm bei einer Abladestelle.

68,04 /100l, Bruttopreis incl. 19% Mehrwertsteuer.

Endpreis ohne weitere Zuschläge.
Zahlung auf Rechnung.
Maximal 5 Wochen Lieferfrist.

Aktueller Trend: Preise  gering tiefer.

Marktbericht

Die US Fed senkt die Zinsen, der Iran setzt Öltanker bei der Durchfahrt der Straße von Hormus fest, die USA sanktionieren den Iran so stark wie noch nie, in Libyen fällt die Produktion am größten Ölfeld aus (01.08.2019 NOC erklärt Force Majeure für Sharara-Lieferungen), die US Ölförderung blieb im Mai hinter den Erwartungen zurück (01.08.2019 US-Ölproduktion im Mai gesunken), die US Rohölbestände fallen in der siebten Woche in Folge (31.07.2019 DOE-Bestandsbericht stützt Ölfutures nur kurz), während die OPEC+ Gruppe die Ölförderung seit Jahresbeginn deutlich einschränkt.

Diese Kombination an bullishen Faktoren hätte die Ölpreise an ICE und NYMEX in den letzten Jahren massiv gestützt und wohl zu einer veritablen Preisrallye geführt. Doch auch wenn einige der Meldungen erst in dieser Woche entstanden, so scheint es diesmal anders zu sein. Die Tatsache, dass der Markt so gut wie überhaupt nicht nach oben reagiert ist ein Zeichen, dass man sich auf ganz andere Dinge konzentriert. Das Hauptaugenmerk scheint bei der mittel- bis langfristigen Entwicklung des Marktgleichgewichts zu liegen, und da kommt es vor allem auf das erwartete Produktions- und Nachfragewachstum an.

Beim Wachstum der Ölförderung scheint der US Markt aktuelle einen Dämpfer zu erhalten. Viele Produzenten im Schieferölbereich bleiben mit ihren Ölquellen hinter den erwarteten Förderzahlen zurück und umfangreiche Neuinvestitionen bleiben aus, auch wenn die Preisniveaus eigentlich attraktiv sind. Die Ölproduktion sank laut EIA im Mai zwar leicht, lag im Jahresvergleich aber noch immer bei rund +1,65 Mio. B/T, was alleine schon höher als das prognostizierte globale Ölnachfragewachstum ist. Mit der Fertigstellung mehrerer Inlandspipelines wird die Branche in der zweiten Jahreshälfte noch einmal einen kleinen Boom bekommen, sodass die Produktion weiterhin deutlich zulegen dürfte.

Auf der Nachfrageseite werden derzeit die größten Schwächen gesehen. Das Ölnachfragewachstum blieb bisher hinter den Erwartungen zurück, was vor allem an der schwachen Performance der globalen Wirtschaftsentwicklung liegt. Diese wiederum wird durch die zunehmenden Spannungen bei den internationalen Handelsbeziehungen belastet, zu denen der Brexit, vor allem aber der Handelskrieg zwischen USA und China zählen. Und bei letzterem hat Trump am späten Abend per Twitter nachgelegt und eine neue Runde von Strafzöllen angekündigt.

Mit 10% Einfuhrabgaben auf chinesische Güter mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 300 Mrd. Dollar, werden die USA ab 1. September quasi alle Importe aus China mit Strafzöllen belegen. Trump lässt zwar eine Verhandlungstüre offen, kündigte zeitgleich aber auch an, dass die Zölle künftig auf „deutlich über 25%“ steigen könnten. Damit bricht Trump den bisher den Waffenstillstand, den man zuletzt zwischen beiden Seiten hatte. Statt der erwarteten Annäherung scheint sich die Sanktionsspirale weiter zu drehen, die von vielen Experten als Hauptursache für die eingetrübten globalen Konjunktur- und damit auch Ölnachfrageaussichten ist.

Analysten sind sich bei der Einschätzung der Situation einig. „Die jüngste Tarifrunde hat die bereits eingetrübten Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum und die Ölnachfrage getrübt“, sagt zum Beispiel Stephen Innes, von VM Markets. „Der sich zuspitzende Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China bestätigt die schlimmsten Befürchtungen des Ölmarktes in Bezug auf ein Überangebot“, kommentiert Analystin Vandana Hari, von Vanda Insights, die Ankündigung Trumps. „Wenn von hier aus alles bergab geht, wird die Aufmerksamkeit wieder auf die OPEC+ Gruppe gerichtet sein, um zu sehen, ob die Produzenten ihre Kürzungen vor Ablauf des aktuellen Vertrags verstärken werden.“

Marktdaten deuten daraufhin, dass sich das Marktverhältnis in der zweiten Jahreshälfte 2019 zwar normalisieren wir und sich ein leichtes Unterangebot ergibt, für das kommende Jahr rechnet man bei der bisherigen Konstellation aber dennoch mit einer Rückkehr der Überversorgung. Die US Fördergebiete werden einen Großteil zum Produktionswachstum beitragen, aber auch aus anderen Regionen, wie Brasilien oder Norwegen werden einen kleinen Beitrag zum Angebotswachstum beitragen, der die erwartete Überversorgung in 2020 noch einmal verstärkt. Die Analysten von Citigroup und JPMorgan Chase rechnen damit, dass das Angebot im kommenden Jahr um ca. 1 Mio. B/T schneller wachsen wird als die Nachfrage, sodass sich für jedes einzelne Quartal eine Überversorgung ergeben werde.

Verstärken könnte sich die Lage, wenn einige der geopolitischen Spannungen auflösen. Sollte es zum Beispiel ein neues Abkommen mit dem Iran geben oder sich Maduro in Venezuela zurückziehen, könnten Sanktionen gelockert oder aufgehoben werden, mit denen das Ölangebot mit einem Schlag zunehmen würde. Diese Mengen kämen zur erwartete Überversorgung noch einmal hinzu. Marktteilnehmer sind daher zunehmend skeptisch was Preisrallyes anbelangt, so lange keine wirklichen Katastrophen passieren, wie ein ausgewachsener militärischer Konflikt zwischen USA und Iran.

preistreibende (bullische +) und preissenkende (bearische -) Faktoren

+ US-Regierung sanktioniert iranischen Außenminister
+ DOE meldet starke Bestandsabbauten
+ NOC erklärt Force Majeure für Sharara-Öl
+ Fed senkt Basiszinssatz um -0,25 Basispunkte
+ Iran und Russland planen Militärmanöver in der Straße von Hormus
+ Iran beschlagnahmt britischen Tanker in der Straße von Hormus
+ Iran überschreitet Grenzen des Atomdeals
+ USA haben Sanktionen gegen Venezuela verschärft
= OPEC+ verlängert Produktionskürzung bis Ende März 2020

Trump kündigt neue Strafzölle gegen China an
– Gespräche zwischen Iran und übrigen Partnern aus dem Atomabkommen „konstruktiv“
– Saudi-Arabien und Kuwait mit möglicher Produktionssteigerung
– Handelsstreit zwischen USA und China



 

Zukunft Heizöl

Das Öl der Zukunft ist grün.

Nach den Studien der DENA (Deutsche Energieagentur) und von Prognos werden zukünftig CO2-Neutrale flüssige Brenn- und Kraftstoffe ihren Beitrag zur Energiewende in Deutschland beisteuern. Die flüssigen Energieträger werden mit dem Verfahren „Power to Liquid“ (elektrische Energie zu Flüssigkeit) hergestellt.

Power to Liquid erzeugt mit Hilfe von regenerativ erzeugtem Strom, Wasserstoff. Der regenerativ erzeugte Wasserstoff wird mit CO2 zu einem hochreinen flüssigen Energieträger mit optimalen Verbrennungs- und Zündeigenschaften für Raumheizung und Mobilität umgewandelt.

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Mit einer neutralen Energieberatung können Einsparpotentiale aufgezeigt werden. Unsere Energieberatung bietet Ihnen eine objektive und unabhängige Grundlage, um sich für Investitionen in Energieeinsparmaßnahmen zu entscheiden.

 

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Auf Wunsch führen wir für Sie eine Energieberatung rund um Ihren Altbau durch. Dabei ermitteln wir, wieviel Energie Sie durch eine Modernisierung Ihrer Anlage einsparen können und mit welchen ungefähren Kosten Sie bei der Modernisierung rechnen müssen.

 

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Rufen Sie uns unter 07475 586 an oder schreiben Sie uns eine MailOder nutzen Sie direkt unser Anfrage-Formular.

Klimaneutrales Heizöl

Auf Wunsch können Sie Ihre Öllieferung CO2-Neutral angeliefert erhalten. Wer die Option „klimaneutrales Heizöl“ wählt, akzeptiert einen geringen Preisaufschlag bei der Heizölbestellung. Mit dem zusätzlichen Betrag werden dann Klimaschutzprojekte wie beispielsweise Aufforstungen finanziell unterstützt. Der Heizölkunde, der mit seiner Heizung CO2-Emissionen verursacht, stellt sich durch den Kauf von CO2-Zertifikaten also rein rechnerisch wieder klimaneutral.

Grundlage ist die Berechnung, wie viel CO2 beim Verbrennen von Heizöl beim Kunden entsteht – der Durchschnittswert liegt bei 2,6 Kilogramm CO2 pro Liter Heizöl – und wie viel Wald neu geschaffen oder geschützt werden muss, um die anfallenden CO2-Emissionen zu kompensieren. Als CO2-Zertifikate werden Emissionsminderungszertifikate bezeichnet, die jeweils die Einsparung von einer Tonne CO2-Äquivalent durch ein Klimaschutzprojekt beglaubigen. Wer ein solches Zertifikat erwirbt, gleicht also eine Tonne CO2 aus, die an anderer Stelle ausgestoßen wurde.

Dieses Prinzip der virtuellen CO2-Kompensation ist nicht neu. Airlines, Paketdienste und andere bieten ihre Dienste schon länger mit der Option „klimaneutral“ an.