Preistendenz 16.10.2018

Preistendenz 16.10.2018

Aufwärtsbewegung der Börsen ausgebremst

Ölbörsen leicht schwächer –

Warten auf Ölbestandsdaten aus USA. 

Aktueller Tagespreis 16.10.2018:

2000l Standard-Heizöl schwefelarm bei einer Abladestelle.

82,56 €/100l, Bruttopreis incl. 19% Mehrwertsteuer.

Endpreis ohne weitere Zuschläge.
Zahlung auf Rechnung.
Maximal 3 – 8 Tage Lieferfrist.
20 Tage Zahlungsziel.

Aktueller Trend: Preise  seitwärts.

Markteinschätzung – Aussichten :

Die mutmaßliche Ermordung des Journalisten Khashoggis in der saudischen Botschaft Istanbul hatte kurzzeitig für Unruhe am Markt gesorgt. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Meldungen zu dieser Causa die Preise an den Ölbörsen beeinflussen können, doch eine Kürzung der Ölexporte durch Saudi-Arabien ist eher unwahrscheinlich. Das Land würde sich damit nur ins eigene Fleisch schneiden, da man das Nachfragewachstum reduziert und den Wandel weg vom Öl beschleunigen würde.

Nichtsdestotrotz könnte Saudi-Arabien weiter indirekt mit der Reduzierung der Ölexporte drohen, sollte es zu einer erneuten Zuspitzung der Konstellation kommen. Trader reagieren auf solche Hinweise äußerst sensibel. Short-Positionen werden in der Regel immer zügig glattgestellt, was die Preise an den Börsen entsprechend deutlich stützt. Die Volatilität nimmt mit dem Fall Khashoggi sicherlich nicht ab, die mit den Sanktionen gegen den Iran ohnehin bereits hoch ist.

Die Sanktionen der USA werden Anfang November weiter verschärft, was an den Ölbörsen für eine gewisse Bodenbildung sorgen dürfte. Wie groß der Einfluss der weiteren Maßnahmen auf die Versorgungslage ist, und in wie weit Ausnahmeregelungen erteilt werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt vor allem Gegenstand von Spekulationen.

Kurzfristig werden Trader die Entwicklung in der Causa Khashoggi im Auge behalten, denn von Saudi-Arabien wird heute eine Stellungnahme erwartet. Auch die US Ölbestandsdaten werden zur Wochenmitte erwartet, bei denen Analysten für Rohöl einen Zuwachs von etwa 1 Mio. Barrel rechnen. Wegen Hurrikan Michael in der vergangenen Woche kann es hierbei aber durchaus zu größeren Verschiebungen kommen.

Preistreibende (bullische +) und preissenkende (bearische ) Faktoren.

+ Spannungen zwischen Saudi-Arabien und USA
+ China importiert kein US Rohöl mehr
+ USA erteilen Freigabe der Ölreserven eine Absage
+ Kontinuierlich sinkende Ölproduktion in Venezuela

= Iranische Ölexporte auf 1,33 Mio. B/T leicht gestiegen

– Monatsreports EIA, IEA und OPEC
– USA in Gesprächen zu Ausnahmen für Sanktionen
– USA und China belegen sich mit neuen Strafzöllen
– Nachfragesorgen in Entwicklungsländern Spannungen zwischen Saudi-Arabien und USA